Hintergrund

vier Fotos mit Radfahrern, Autos, Fußgängern und Straßenbahn

Der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Mannheim wird fortgeschrieben. Damit wird das Ziel verfolgt, einen Handlungsrahmen und Strategien zur Steuerung des Mobilitätsverhaltens und des Verkehrs in der Stadt für die nächsten 15 bis 20 Jahre festzulegen. Für diese Aufgabe wurde das Ingenieurbüro IVAS unter Mitwirkung von orange edge GbR, VCDB VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH sowie proloco Michael Glatthaar/ Franziska Lehmann GbR beauftragt.

Der letzte Verkehrsentwicklungsplan für Mannheim wurde Anfang der 90er Jahre aufgestellt. Eine große Herausforderung wird insbesondere darin bestehen, zukunftsfähige Mobilität für alle Bürger und das Funktionieren des Gesamtverkehrssystems unter den Bedingungen höherer Anforderungen aus Umwelt- und Klimaschutz, einer intensiven Stadtentwicklung einschließlich der demografischen Änderungen sowie den weiter zunehmenden regionalen Verflechtungen zu organisieren.

Seit 2018 wurde daher ein Lastenheft als Aufgabenstellung für den Masterplan erarbeitet. Als beratendes Gremium tagte der „Runde Tisch Mobilität“, bestehend aus rund 30 Vertretern aus Politik, Verwaltung und Verbänden sowie gesellschaftlichen Gruppen. Dieser wird das Projekt auch in Zukunft weiter begleiten. Das erarbeitete Lastenheft gliedert sich insgesamt in zehn Arbeitspakete, die auch die Anforderungen der Europäischen Union an einen „Sustainable Urban Mobility Plan“ erfüllen.

Der Masterplan Mobilität 2035 soll Analysen und Prognosen der Verkehrsentwicklung und der Verkehrswirkungen, die Formulierung von Zielen, die Identifikation von Mängeln und Problemen, die Entwicklung von Szenarien sowie die Erarbeitung von Handlungskonzepten und Maßnahmenvorschlägen enthalten. Dabei sind alle Verkehrsträger und Verkehrsmittel einzubeziehen, wie auch der Transport von Personen und Gütern. Hierbei sind innovative technologische und organisatorische Entwicklungen zu berücksichtigen und Umsetzungsmöglichkeiten für Mannheim vorzuschlagen. Die Einwohner Mannheims werden über verschiedene Beteiligungsformate in den Prozess eingebunden. Für die Erarbeitung des Masterplans sind drei Jahre vorgesehen.